Interstitielle Zystitis hat viele Gesichter
Die IC/PBS ist eine chronische Erkrankung der Harnblase und gehört zu den seltenen Erkrankungen. Die Symptome sind vielfältig und individuell oft unterschiedlich ausgeprägt. Oft machen Betroffene die Erfahrung, dass sie von medizinischem Personal nicht ernst genommen werden. Die Erkrankung kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und betrifft Frauen häufiger als Männer, kann jedoch grundsätzlich jeden treffen.

Typische Symptome
Betroffene berichten häufig über anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen im Blasen-, Harnröhren- oder Beckenbereich. Sie empfinden die Schmerzen als stechend, brennend oder dumpf. Viele Betroffene berichten zudem von einem Druckgefühl in der Blase.
Ein weiteres typischen Symptom ist ständiger oder sehr häufiger Harndrang – auch nachts. Häufig bleiben die Urinmengen bei jedem Toilettengang klein, oft unter 100 ml. Viele Betroffene berichten davon, dass sich die Schmerzen verstärken, wenn sich die Blase füllt. Nach dem Wasserlassen verbessern sich die Schmerzen oft. Viele Betroffene fühlen Schmerzen, wenn sie sitzen oder sich körperlich anstrengen.
Die Symptome können bei jeder betroffenen Person unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Im Verlauf der Zeit können sie sich auch ändern. Die Symptome können in Schüben auftreten; gute und schlechtere Phasen können sich abwechseln.

Der Weg zur Diagnose
Die Diagnose ist oft schwierig, denn die Beschwerden können anderen Erkrankungen ähneln. Häufig haben Betroffene bereits eine lange Leidensgeschichte hinter sich, bevor die richtige Diagnose gestellt wird.
Zur Abklärung können gehören:
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ein ausführliches Gespräch über Beschwerden und Krankengeschichte
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Urinuntersuchungen
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Ultraschalluntersuchungen
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eine Blasenspiegelung (Zystoskopie)
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weitere urologische oder gynäkologische Untersuchungen
IC ist eine Ausschlussdiagnose. Bevor eine Ärztin oder ein Arzt die Diagnose stellt, muss sie oder er zunächst andere mögliche Ursachen sicher ausschließen.
Du vermutest, dass du IC hast? Eine frühzeitige Diagnose kann helfen, Beschwerden zu lindern und deine Lebensqualität zu verbessern. Wende dich an eine Fachärztin oder einen Facharzt mit Spezialisierung auf IC oder an ein entsprechendes spezialisiertes Zentrum. Anlaufstellen findest du hier:
„Na, solange sie sich noch schminken kann und mit den Hunden geht, kann es ja nicht so schlimm sein!‘“, höre ich manchmal aus den Bemerkungen heraus.
„Du siehst nicht den Moment. Nicht die Stunden davor. Nicht die Schmerzen danach. Nicht die Regulation, die es braucht, um genau diesen Moment möglich zu machen. Du weißt nie was hinter diesem einen Moment steht.“
eine Betroffene, die 2024 mit IC diagnostiziert wurde
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